Buchvorstellung: Heloïsas Herkunft - Hersindis Mater

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Inhaltsverzeichnis
Nachträge und Ergänzungen
Der Stammbaum der Hersendis von Champagne


Die Geschichte der Hersendis de Campania


Die Geschichte begann im Herbst 1998, als uns ein nicht sehr umfangreiches lateinisches Kartularium des Klosters Marmoutiers bei Tours in die Hände fiel, welches im 19. Jahrhundert in Druckfassung erschienen war und die frühmittelalterlichen Besitzurkunden Marmoutiers im Raum Vendôme enthielt: Trémault, M. de, Cartulaire de Marmoutiers pour les Vendômois, Paris-Vendôme, 1893. In den Urkunden fanden sich sage und schreibe fünfzehn verschiedene Personen namens Fulbertus, zitiert an einunddreißig Stellen. Das um ein Vielfaches umfangreichere Kartularium von Paris, Lasteyrie, R. de, Cartulaire Générale de Paris, Tome Premier, 28-1180, Paris, 1887, wies dagegen trotz mehrfachen Umfangs nur maximal sieben Personen dieses Namens aus - Heloïsas Onkel Fulbert war dabei der mit Abstand am meisten genannte.

Diese Diskrepanz gab uns zu denken! Sollte Fulbert und damit Heloïsas Familie doch nicht aus Paris oder Umgebung stammen, wie bisher von der Abaelard-Forschung angenommen?

Diese und andere Merkwürdigkeiten gaben den Anlass, die Suche nach Heloïsas Familie erneut und unter geändertem Blickwinkel aufzunehmen. Die sich anschließende, über zwei Jahre dauernde Recherche in Werken von und über Heloïsa und Abaelard, sowie in den Urkundenbüchern, Kartularien, Totenbüchern, Chroniken und Genealogien der Epoche nahm mitunter schweißtreibende Ausmaße an. Viele der Werke zeigten hohes Alter und konnten nur mit großer Mühe aus den jeweiligen Bibliotheken besorgt werden. Weit über zwanzigtausend Druckseiten in lateinischer Sprache - vermutlich sogar wesentlich mehr - wurden einer Überprüfung unterzogen.

Sollte Heloïsas Familie wirklich keine Spuren hinterlassen haben, wie seit Jahrhunderten angenommen?

Der Zweifel war berechtigt, unsere Suche glücklicherweise nicht umsonst. Es fanden sich einige Hinweise dafür, dass Heloïsa aus einer adeligen Familie der Loire-Region stammte. Der Schlüssel lag jedoch in einer Stelle des lateinischen Obituariums des Paraklet-Klosters. Dieses enthielt als einziges Werk Angaben zu Heloïsas Mutter - nämlich den Namen und den Sterbetag. In zwei Totenbüchern aus Chartres fanden wir nach langer Suche korrespondierende Einträge - mit nahezu identischen Angaben:

Lateinisches Obituarium des Paraklet, Eintrag am 1. Dezember:

Hersindis mater domine Heloise abbatisse nostre - Hersendis, Mutter der Herrin Heloïsa, unserer Äbtissin

Obituarium von Saint-Jean-en-Vallée, Eintrag am 1. Dezember:

Obiit Hersendis de Fonte Ebraudi - Es verstarb heute Hersendis von Fontevraud

Obituarium von Saint-Père-en-Vallée, Eintrag am 29. November:

Hersenda monacha S. Marie Fonteebraldi - Hersenda, Nonne von Sainte-Marie in Fontevraud

Hier war die Rede von der ersten Priorin des berühmten Klosters Fontevraud - unweit von Cande an der Loire - welches um 1100 der Wanderprediger Robert von Arbrissel gegründet hatte. Ihr Name war Hersendis von Champagne. Die Recherche erbrachte weitere Hinweise zum Todestag dieser Frau. So hatte z.B. das alte Martyrologium der Abtei Fontevraud einen entsprechenden Eintrag für den 29. November enthalten. Die Ein-Tages-Abweichung 29. November - 1. Dezember sprach nicht gegen die Identität der Person, an welche hier erinnert wurde. Abweichungen von einem Tag für denselben Todestermin werden in den Totenbüchern des Frühmittelalters häufig angetroffen. Neben Ungenauigkeiten der Kalenderrechnung erklärt sich dies vor allem dadurch, dass die feierlichen Vigilien zu einem Todestermin nach altem Brauch am Vorabend, nach späterem Ritus vor der Morgenmesse des folgenden Tages gefeiert wurden. Viele der Totenbücher wurden in späterer Zeit transskribiert. Dabei wurden meistens die entsprechenden Veränderungen vorgenommen - mit der Folge der Ein-Tages-Abweichung.

Kam die am selben Tag verstorbene Nonne Fontevrauds als Mutter Heloïsas in Frage?

Wir ließen nicht locker und dehnten die Recherche aus. Sie erbrachte im Folgenden interessante und überraschende Einsichten in das faszinierende Leben dieser Dame, die aus dem angevinischen Hochadel stammte. Der Familienstammbaum konnte weitgehend rekonstruiert werden. Nach einiger Zeit war klar, dass bezüglich dieser Frau die gesamte Gündungsgeschichte Fontevrauds neu geschrieben werden musste. Es fanden sich in der Tat einige Hinweise dafür, dass Hersendis von Champagne die Mutter Heloïsas war. Beider Lebensgeschichten ergaben in vielen Punkten Parallelen und Übereinstimmungen. Auch zu Onkel Fulbert, zu seinem Weg nach Paris und seinen "alten Tagen" ließen sich Quellen finden.

Die Geschichte Heloïsas und Abaelards erscheint nun stellenweise in einem neuen Licht. Wir haben die Resultate der mehrjährigen Recherche und Analyse in einer Übersichtarbeit zusammengestellt. Durch den beträchtlichen Umfang dieses Berichtes wird die vollständige Veröffentlichung an dieser Stelle leider verunmöglicht: Es handelt sich um eine Arbeit von mehr als 300 Druckseiten, mit über 900 Anmerkungen, Fußnoten und Bildern.

 


Kurzbeschreibung - Bestellung

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Umschlagsblatt des demnächst erscheinenden Buches
Die Arbeit richtet sich in erster Linie an den geschichtsinteressierten Leser, der bereits den berühmten Briefwechsel des Paares kennt und sich von der Sublimität der Gedanken und der Religiosität und Leidenschaftlichkeit einer vergangenen Welt hat in den Bann ziehen lassen. Vielleicht will der Leser nun mehr wissen - über Heloïsa, Fulbert, ihre Familie und Herkunft. Das Buch spannt einen weiten Bogen, von der Mitte des 11. bis zur zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts. Neben neuen, bisher nicht veröffentlichen Erkenntnissen zur Familiengeschichte Heloïsas findet sich auch eine komplette Biographie der Hersendis de Campania und zahlreiche weitere Hintergrundinformationen zur Geschichte Heloïsas, Abaelards und des Paraklet-Klosters, die bislang nicht oder nicht in entsprechendem Zusammenhang publiziert wurden. 

Heloïsas Herkunft: Hersindis Mater

ISBN 3-7892-8070-4
Unverbindlicher Ladenpreis: 48.00 DM oder 24.54 Euro

Das Buch ist direkt beim Verlag: www.olzog.de, im Internet-Buchhandel und in den deutschen Fachbuchhandlungen erhältlich. Es wird darauf hingewiesen, dass mit der Publikation - ebenso wie mit den vorliegenden Webseiten - keine primär kommerziellen Ziele verfolgt werden, d.h., der Ladenpreis deckt lediglich die Herstellungs-, Druck- und Vertriebskosten. 

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Leseprobe aus dem Buch

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Fulbert und die Reliquie des Heiligen Ebrulf

 

Saint-EvroultAm 16. Februar 1075 wurde bei Shrewsbury in England dem Priester Odelerius von Orléans von einer angelsächsischen Frau ein Sohn geboren. Er nannte ihn Ordericus. Angesichts seiner Begabung gab er ihn im Alter von 10 Jahren an das normannische Kloster Saint-Evroult, das inmitten der Wälder der südlichen Normandie - etwas südlich von Lisieux und Evreux - lag. Dort erhielt Ordericus eine umfassende Ausbildung. Das Kloster Saint-Evroult sollte er ein Leben lang nicht mehr verlassen - wenn man von kurzen Reisen in das Geburtsland absieht. Im Jahre 1108 wurde er zum Priester geweiht. Ordericus, mit dem Beinamen Vitalis, d.h. der Lebendige, wurde der herausragende anglo-normannische Geschichtsschreiber des 12. Jahrhunderts. Über einen Zeitraum von fast drei Jahrzehnten hinweg schrieb er an seiner Historia Ecclesiastica. Das Werk umfasste zuletzt 13 Bücher - heute fast 1000 engbedruckte Seiten! Es ist in seinem gesamten Umfang erhalten geblieben. Der hervorragende Stilist Ordericus bemühte sich um historische Korrektheit, wenngleich die Chronologie seiner Ausführungen nicht immer aktuellen Ansprüchen genügt. Vor allem die Bücher III bis VI beruhen auf zahlreichen, heute verloren gegangenen Quellen und detailreichen mündlichen Überlieferungen. Sie beschreiben in hervorragender Weise Ereignisse der Zeitgeschichte und stellen für die moderne Forschung eine schier unerschöpfliche Fundgrube dar. Ordericus Vitalis verstarb in seinem Kloster Saint-Evroult am 13. Juli 1142. Seine Lebenseckdaten entsprechen somit fast genau denen Abaelards. Wenn wir an dieser Stelle Ordericus Vitalis zu Wort kommen lassen, dann deshalb, weil er in kurzen Worten eine für die Klärung der Abstammung Heloïsas äußerst wichtige Begebenheit geschildert hat:

In seinem 6. Buch referierte er über die Geschichte seines eigenen Konvents und berichtete, dass zur Zeit Hugos, des Großen, des Sohnes König Roberts I. und Vaters von Hugo Capet (895 - 956) die Gebeine des Heiligen Ebrulf, Saint-Evroult, nach Orléans entführt wurden. Zur Zeit König Ludwigs VI. habe in Paris ein Kanoniker namens Fulbert gelebt, der einen intakten Wirbelknochen des Heiligen Ebrulf besessen, ihn aber aus Angst vor Verfolgung seinem Konvent zurückgegeben habe. Hier der genaue Wortlaut der Passage: 

"Während der Herrschaft König Ludwigs lebte in Paris ein Kanoniker namens Fulbert, der einen intakten Knochen aus der Wirbelsäule des Heiligen Ebrulf besaß. Diesen hatte ein Kaplan aus der Kapelle König Heinrichs I. von Frankreich entwendet und ihm  vor langer  Zeit als  Liebespfand überlassen.  Weil  Fulbert

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aus verschiedenen Gründen sich ängstigte, diesen zu besitzen, wandte er sich unter Vermittlung Fulkos, eines Priesters von Maule, an Wilhelm von Montreuil, den Prior von Maule, und übergab ihm die Reliquie, damit er sie in das Kloster des Heiligen Ebrulf bringe. Jener nahm voller Freude das Geschenk entgegen, und erfüllte den Auftrag so schnell als möglich. Während er eilends heimreiste, erfuhr er die Hilfe des Heiligen Ebrulf. Denn der besagte Prior hatte unwissentlich Gift gegessen, das beim Weiterreiten sich in seinen Gliedern und Eingeweiden ausgebreitete. Als jener fühlte, dass der Tod ins Herz kroch, rief er voller Angst zu Gott und bat ihn, wegen der Verdienste des Heiligen Ebrulf Erbarmen mit ihm zu haben. Nach diesen Bitten und Gelübden spuckte er plötzlich das Gift aus, gesundete in Kürze und dankte seinem Retter. Die Reliquie händigte er dem Kloster des Heiligen Ebrulf voller Freude aus und schloss diese geziemend in ein silbernes Reliquiar ein." 184

Soweit der Bericht des Ordericus Vitalis. Die Textstelle war bereits von A. Duchesne in seiner Abaelard-Erstausgabe vermerkt, jedoch nicht weiter kommentiert worden.185 Wie ist diese Geschichte zu interpretieren?

Der Handel mit Reliquien war eines der weitverbreiteten Übel der Epoche. Es gab keine Kirche, die nicht irgendeinen Zahn oder einen Knochen eines Heiligen in Besitz hielt. Durch die Kreuzzüge gewann das schon vorher florierende Geschäft mit den Reliquien noch an Dynamik. Nun drehte es sich um ein Stück der Dornenkrone oder des Kreuzes Christi,186 um die Lanze, mit der er gestochen worden war, etc. Die Menschen glaubten mit Inbrunst an die Wundertätigkeit dieser Dinge, die Kirchen und Kapellen machten treffliche Umsätze.

Ordericus Vitalis erzählte uns also keine ungewöhnliche Geschichte. Das besondere daran sind nur die erwähnten Personen und der Weg, den die besagte Reliquie nahm. Zunächst gab uns Ordericus eine authentische Bestätigung, dass Fulbert überhaupt existierte und ein Kanoniker war. Es gibt keinen Zweifel, dass es sich dabei um Heloïsas Onkel handelte. Denn er war der einzige Kanoniker dieses Namens in Paris zur Zeit König Ludwigs VI. Fulbert hatte die Reliquie des Heiligen Ebrulf von einem Kaplan aus der Kapelle König Heinrichs I. von Frankreich erhalten, der sie ihm einst pro amoris pignore - als Liebespfand - überlassen hatte. Dieser im Mittelalter häufig gebrauchte terminus gibt Rätsel auf. Wir können nicht sicher sein, dass es sich um eine rein ideelle Zuneigung handelte. Später jedenfalls hatte Fulbert Grund, die Reliquie loszuwerden. Offensichtlich hatte er Angst - timens -, weiter in ihrem Besitz zu bleiben. Man braucht wenig Phantasie, um zu erkennen, dass Fulbert vor allem zur Zeit des Untersuchungsverfahren in Sa -


184 Siehe Anhang. Aus: Ordericus Uticensis (Vitalis), Historia ecclesiastica, Pars II, Buch VI, zitiert aus PL Band 188, Spalte 496; in Auszügen auch bei Mabillon J., Acta sanctorum, Band 5, Paris, 1668-1701, Seiten 227ff.
185 Fußnote in PL Band 168, Spalte 127.
186 Im Jahre 1108 schickte ein ehemaliger Kanoniker von Notre-Dame namens Ansellus aus Jerusalem ein Kreuz nach Paris, das aus dem Kreuzesholz Christi bestanden haben soll. Auf Anfrage berichtet er, dass es damals 17 (!) Versionen davon gegeben habe. Trotzdem zweifelte er nicht an der Echtheit der Reliquie. Siehe Lasteyrie, R. de, Cartulaire Générale de Paris, Tome premier 528-1180, Paris, 1887, Seite 171ff.

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chen Abaelard Grund hatte, eine Anklageerschwernis bzw. zweite Anklage wegen Reliquienhehlerei zu vermeiden. So nahm er mit der nächstgelegenen Niederlassung des Klosters Saint-Evroult Kontakt auf, mit dem Priorat von Manlia, heute Maule, einige Kilometer westlich von Paris. Ein ihm bekannter Priester namens Fulko vermittelte den Kontakt mit dem dortigen Prior, Wilhelm von Montreuil. Dieser nahm freudig den Knochen entgegen, um ihn an sein Mutterhaus weiterzuleiten. Er hätte dies beinahe mit dem Leben bezahlt. Beim Ritt in die Normandie wurde er von einem heftigen Unwohlsein ergriffen. Der Prior vermutete selbst eine Vergiftung und schrieb seine Rettung dem Heiligen Ebrulf zu. Nach heftigem Erbrechen und Anrufung des Heiligen überlebte er und konnte seine Mission vollenden.

Man kann davon ausgehen, dass Ordericus' Bericht auf relativ exakter mündlicher Information beruhte, lebte er doch zur Zeit dieses Vorkommnisses im Kloster des heiligen Ebrulf und verfügte mit Sicherheit über eine authentische Schilderung des betroffenen Priors. Es ist der Verdacht nicht von der Hand zu weisen, dass Fulbert durch einen Giftanschlag versuchte, sich des wundertätigen Knochens wieder heimlich zu bemächtigen. Entsprechende kriminelle Energie hatte er auch bei der Kastration Abaelards an den Tag gelegt. Giftanschläge dieser Art waren damals nicht ungewöhnlich, vermutlich waren ihre Symptome genau bekannt.187 Andererseits konnte der Prior von Maule auch an einer akuten Magen-Darm-Entzündung gelitten haben, die ähnliche Symptome zeigte. Wie dem auch sei - für uns ist diese Episode aus dem Leben Fulberts in anderer Hinsicht wichtig:

Zeichnen wir zunächst mit Ordericus Vitalis das Schicksal der Gebeine des Heiligen Ebrulf nach. Der Heilige Ebrulf, ein gottesfürchtiger Mann, hatte im 6. Jahrhundert - zur Zeit der Merowinger-Könige Clothar und Childebert - in der Normandie mehrere Klöster gegründet, darunter auch Ordericus' Konvent in der Ouche, Grafschaft Orne. Nach seinem Tode im Jahre 596, dem zwölften Regierungsjahr Clothars, wurde er feierlich in seinem Mutterkloster in einem Marmorsarg beigesetzt und ruhte dort zunächst ungestört.189 Im Jahre 943 hatte Hugo der Große, Herzog von Orléans, mit Hilfe seiner Vasallen, des Kanzlers Herluinus und des Kämmerers Radulfus de Dragiaco anlässlich eines Einfalls in die Normandie die Grabstätten des Klosters geplündert und die Leich-


187 Gerüchten zufolge hatte nur wenige Jahre vorher König Bertrada, die Mätresse des verstorbenen König's Philipp, auf den unliebsamen Thronfolger Ludwig VI. einen entsprechenden Giftanschlag verüben lassen. Auch Bischof Ivo von Chartres hatte sich vor einem entsprechenden Anschlag Bertrada's gefürchtet. Siehe Ordericus Vitalis, Historia Ecclesiastica, Pars III, Liber XI, in PL Band 188, Seite 802, und: Ivo von Chartres an Richerius Erzbischof von Sens (anno 1096), in: Delisle L., Recueil des historiens des Gaules et de la France, Tome XIV, Paris, 1877; Seite 87. Wir werden später auf diese Bertrada, der man so viel Schlechtes zutraute, zurückkommen.
188 Ebrulf von Saint-Évroult, Gedenk- und Todestag am 29. Dezember. Der Name bedeutet: Eber und Wolf (althochdt.), *517 in Bayeux in Frankreich, +29. Dezember 596 in Saint-Évroult.
189 Ordericus Vitalis berichtet nach mündlicher Überlieferung, weil schriftliche Quellen schon zu seiner Zeit fehlten. Siehe a.a.O., Pars II, Liber VI, in PL 188, Seite 384.

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Inhaltsverzeichnis

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    EINLEITUNG

    TEIL I: HELOÏSA

      Bisherige Theorien über die Herkunft Heloïsas
      Die Diskretion Abaelards
      Die Hochzeit und ihre Folgen
      Das Verfahren gegen Fulbert
      Abaelard und Heloïsa brechen ihr Schweigen
      Die politische Ordnung in Frankreich vor 1100
      Die Information aus dem Paraklet
      Hersendis - Mutter Heloïsas
      Die Gedenkfeiern des Paraklet
      Fulbert und die Reliquie des heiligen Ebrulf
      Fulberts Kontakte zu Marmoutiers
      Die Übereinstimmung

    TEIL II: HERSENDIS VON CHAMPAGNE

      Robert von Arbrissel und die pauperes Christi
      Hersendis von Champagne und Robert von Arbrissel
      Hersendis' Vorfahren
      Fontevraud - die Ausgangslage
      Hersendis fundatrix
      Fontevraud - der genius loci
      Hersendis aedificator
      Hersendis priorissa
      Der Tod der Gründer
      Fontevraud und Fulko V.
      Die Folgen
      Die Rolle von Schuld und Sühne
      Hersendis von Champagne und Heloïsa
      Fulko der Verdrießliche
      Bertrada von Montfort
      Heloïsas Vater

    TEIL III: FULBERT

      Das Rätsel um Fulbert
      Heloïsas Eintreffen in Argenteuil
      Fulbertus canonicus
      Der Investiturstreit in Frankreich
      Die letzten Tage von Fulbert
      Der Bruder des Königs

    TEIL IV: NACHLESE

      Der Zeitpunkt der Liebesaffäre
      Verbindungen zu den Grafenhäusern
      Die mit dem Paraklet befreundeten Konvente
      Abaelards Äusserung zu Robert von Arbrissel
      Petrus Venerabilis und Heloïsa
      Fontevraud und der Paraklet

    RESÜMEE

    LITERATURNACHWEIS

    BILDNACHWEIS

    ANHANG

Nachträge und Ergänzungen zum Buch

[Zurück zum Seitenanfang]     Datum der letzten Aktualisierung: 4.12.2003

Die jeweils jüngsten Einträge finden sich zu Beginn der Aufstellung.

Kap.: Hersendis' Vorfahren S.95ff. - Stichwort: Genealogie und Bedeutung des Hauses Campania-Durtal

Kap: Fulbert und die Reliquie des Heiligen Ebrulf S. 69ff. und Kap: Das Rätsel um Fulbert S. 189ff.- Stichwort: Fulbert puer am Dom von Orléans?

Kap: Hersendis fundatrix und folgende S.113ff. - Stichwort: Stellung der Hersendis von Champagne

Kap: Heloïsas Eintreffen in Argenteuil, Seite 205 - Stichworte: Der Name Heloisa, Die Äbtissinnen von Argenteuil

Kap: Hersendis' Vorfahren, S.102 - Stichwort: Hugo Manduca Britonem, Großvater der Hersendis

Kap. Das Rätsel um Fulbert, S. 194. - Stichwort: Paganus Fulberti

Kap. Das Rätsel um Fulbert, S. 200f. - Stichwort: Rainald von Maulévrier


Der Stammbaum der Hersendis von Champagne

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Dieser Stammbaum umfasst in etwa die Zeit zwischen 1000 und 1150 und insgesamt 486 Personen, überwiegend aus dem Anjou und der Bretagne

 


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