Abaelard schrieb am Ende seines Lebens an seinen Sohn Astralabius wenig Schmeichelhaftes über Graf Theobald, durch dessen Vermittlung er vermutlich das Paraklet-Areal geschenkt bekommen hatte:
Multa Theobaldus largitur religiosis
Sed si plura rapit sunt data rapta magis
Ut salomon meminit pertusus saculus eius
De quo produxit tanta fefellit eum
Convenit hoc magis ut rapiat nichil atque nichil det
Quam perdat grates et sua dona simul...
Theobald schenkt den Mönchen viel;
Aber wenn er so vieles raubt, sind die Gaben eben ein Raubgut.
Wie schon Salomon erinnert hat: Stülpt er seinen Geldsack um,
Aus dem er eine solche Menge hervorgezaubert hat, erlebt er eine Täuschung.
Besser wäre es, wenn er nicht raubte und nichts schenkte,
Statt dass er den Lohn und die Gaben zugleich verliert...
Abaelard, Carmen ad Astralabium
Exemplo magistri Petri Abaelardi, qui a comite Theobaldo aliqua sociis distribuenda, nisi ex meris redditibus sumpta essent, noluit accipere, sed dixit se illas alias provenientias daturum canibus, bestiis et avibus coeli...
Nach dem Beispiel des Meisters Peter Abaelard, der aus den Zuwendungen des Grafen Theobald für seine Gefolgsleute nur das nehmen wollte, was aus den reinen [Zehnt]-Einkünften stammte, und sagte, alle anderen Spenden werden er den Hunden, dem Wild und den Vögeln des Himmels überlassen...
Petrus Cantor, Verbum abbreviatum, Kap. 46
Dieser Text findet sich unverändert auch in der durch Schüler erweiterten letzten Redaktion, z. B. in MS Paris, Sainte-Geneviève 250, f. 76v.